Persönlich

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    Familienvater

    Als viele meiner Altersgenossen noch nichts als Jux und Tollerei im Kopf hatten, habe ich meine Karin geheiratet. Ich war 23 Jahre alt, jüngster von vier Kindern in einer eher konservativen Familie. Knapp ein Jahr später erfüllte sich ein zweiter gemeinsamer Wunsch: Wir wurden Eltern. Verantwortung tragen war mir nicht neu. Noch während meiner Zeit an der Kantonsschule war ich aus dem Elternhaus ausgezogen und hatte meinen Unterhalt selbst verdient. So bin ich noch immer sehr kostenbewusst und nicht von ungefähr prägte und präge ich die Finanzpolitik auf Gemeinde-, Kantons- und jetzt auf Bundesebene mit: Die Suche nach Konsens über öffentliche Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und deren Finanzierung war, ist und bleibt ein dominantes Thema in meiner politischen Arbeit.

    Seit 32 Jahren leben Karin und ich nun in enger Freundschaft, davon just 25 Jahre als Ehepaar. Das hat uns zu einem starken Gespann durch ruhige und auch stürmische Lebensabschnitte zusammengeschweisst, gerade als die Krankheit eines Sohnes uns eindrücklich die Souveränität, aber auch die Gnade des Schöpfers vor Augen führte. So haben wir zusammen drei mittlerweile erwachsene Jungs grossgezogen. Die Familie bedeutet mir sehr viel und bereitet mir viel Freude. Auch wenn die Politik mir oft einen grossen Teil meines Privatlebens nimmt, so verstehen wir uns bestens. Dass Karin und ich so unterschiedlich sind, macht uns noch stärker.

    So finden auch die drei Ankerpunkte in meinem Leben zusammen: Liebe, Glaube und Politik.

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    Christ Meine persönliche Gottesbeziehung, ohne jeglichen Fanatismus, ist mir auch eine wertvolle ethische Grundlage zur Gestaltung des Lebens. Der Glaube an Jesus Christus ist die Basis meines Denkens und Handelns. Die Beziehung zum Gott der Bibel prägt meine sozialen, gewerkschaftlichen und politischen Aktivitäten.

    Im Bewusstsein, dass Lebensentwürfe unterschiedlich sind, achte ich Menschen mit anderen Sichtweisen und Standpunkten und freue mich über alles, was wir gleich sehen. Mitglied bin ich bei der evangelisch reformierten Kirche und der evangelisch- methodistischen Kirche (EmK). Bei der EmK bin ich aktiv und war von 1996 bis 2010 Vorsitzender der lokalen Gemeindeleitung.

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    2014_Mai_1-Solothurn-5Mai1Solothurn12013_12_05 Scintilla Abau - Petition beim Bundeshaus 3

    Gewerkschafter

    Nach Beendigung meines Jurastudiums übernahm ich im Juli 1999 die Verantwortung für die Region Bern/Oberwallis der Mediengewerkschaft comedia. Als Koordinator und politischer Sekretär (Gewerkschaftssekretär) setzte ich mich mit einem Team von 5 Mitarbeitenden für die Interessen der Arbeitnehmenden in der Medienbranche ein (Druck, Buch, Journalismus, Elektronische Medien).

    Im Oktober 2002 wechselte ich zum SEV, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals. Als Gewerkschaftssekretär wirke ich im Bereich GAV SBB, öV-Dienstleistungen, Vertrags- & Lohnpolitik und leite das Team Luftfahrt. Seit meiner Wahl in den Nationalrat leite ich Dossierverantwortlich die Teams Cargo/Güterverkehr und Luftfahrt und wirke bei der Verkehrs- und Vertragspolitik mit.

    Seit 2005 bin ich Präsident von SEV-GATA (Groundstaff Aviation and Technics Administration, die Gewerkschaft des Bodenpersonals in der Luftfahrtindustrie).

    Seit 10 Jahren wirke ich in der Geschäftsleitung vom Gewerkschaftsbund Kanton Solothurn (GbS) mit, 2006 bis 2008 als Präsident.

    Im Oktober 2013 wurde ich zum Präsidenten vom Blauen Kreuz Schweiz gewählt. Zu den Tätigkeitsbereichen des Blauen Kreuzes in der Schweiz gehört ein breites Angebot an Dienstleistungen und Projekten in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung, Beratung, Behandlung und Begleitung sowie Nachsorge und Integration. Für die Umsetzung dieser Tätigkeiten sind in der Schweiz insgesamt 160 Mitarbeitende aktiv. Diese werden zusätzlich von motivierten Freiwilligen unterstützt. Gesamtschweizerisch leisten Freiwillige und Ehrenamtliche jährlich ca. 75’000 Stunden an unentgeltlicher Mitarbeit.

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    Politiker

    Fragen des Zusammenlebens haben mich seit jeher fasziniert. Die Gefahr von Atomkraftwerken politisierte mich früh, weshalb ich als 11-jähriger Kantischüler der überparteilichen Bewegung gegen AKW (ÜBA) beitrat. Als SP-Mitglied politisier(t)e ich auf allen Ebenen: Exekutive der Gemeinde Gerlafingen (Gemeinderat): von Juni 1997 bis Juli 2011; Legislative des Kantons Solothurn (Kantonsrat): von Februar 2006 bis November 2011, seit 2011 im Nationalrat; Vizepräsident SP Gerlafingen: seit Mai 1998; mehrere Jahre Mitglieder der Geschäftsleitung SP Wasseramt und seit Mai 2002 in der Geschäftsleitung der SP Kanton Solothurn.

    In meinem Leben als Gewerkschafter, Christ und Politiker sehe ich interessante Parallelen: Oft geht es darum, Menschen auf Möglichkeiten hinzuweisen, die grundlegende Veränderungen ermöglichen. Die Menschen sind weder immer daran interessiert noch immer gleicher Ansicht wie ich. Die respektvolle Auseinandersetzung mit Gleich- und Andersdenkenden, auch Gleich- und Andersglaubenden, erlebe ich als sehr bereichernd und als grosse gegenseitige Wertschätzung.

    Dankbar bin ich Gott, der mir einige Gaben und Talente anvertraute und mir eine sehr robuste Gesundheit schenkte. Aber auch all den Menschen, welche meine Ungeduld erduldeten oder gar teilten und zu wertvollen Weggefährten wurden.